Vorstellung Whitepaper zur Leistungsdichte im Rechenzentrum

RZ-Experten erlebten deutsche Spitzenforschung zum Anfassen

Darmstadt, 05.06.2012 – eco’s Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur unter Leitung von Dr. Béla Waldhauser lud zur Vorstellung des neuen Whitepapers“Orientierungshilfe zur Leistungsdichte und Lastermittlung von Servern, Datenschränken und Rechenzentren” RZ- und IT-Experten in das Helmholtzzentrum fürSchwerionenforschung (GSI) nach Darmstadt ein.

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Der fachliche Teil des Meetings wurde umrahmt von einer Besichtigung des Forschungsgeländes mit seinen Beschleuniger-Anlagen sowie einer Führung durch das Hochleistungs-Rechenzentrum“Mini-Cube“, welches von Prof. Volker Lindenstruth, verantwortlich für die IT-Entwicklung bei der GSI, entwickelt wurde.







Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Dr. Ingo Peter, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit GSI, die Teilnehmer im großen Hörsaal derForschungsgesellschaft.

Er stellte den Gästen die auf dem Gelände betriebenen Linear- und Kreisbeschleuniger-Anlagen vor, gab einen Überblick über aktuell laufende Experimente und erläuterte denaktuellen Stand der Forschung.

Im Anschluss starteten die Teilnehmer zu einer Führung über das GSI-Gelände. Neben einer Besichtigung des Kontrollzentrums bestand die Möglichkeit, deutsche Spitzenforschunghautnah und Live zu erleben.

Der erste Teil des Informationstages endete mit einem Lunchbuffet, bei dem für die RZ-Experten ausreichend Gelegenheit zum Networking und Informationsaustausch untereinander sowie mit denReferenten bestand.

Nach der Pause eröffnete Dr. Béla Waldhauser, Leiter der eco Kompetenzgruppe Datacenter Infrastruktur den fachlichen Teil des Meetings.

Bereits im Januar 2012 traf sich auf Initiative des RZ-Planers Ulrich Terrahe eine Expertenrunde beimeuropäischen Satellitenbetreiber EuMetSat in Darmstadt um über praxistaugliche Verbrauchskennwerte für Switche, Storage-Systeme und Rack-Server zu diskutieren.

Die Teilnehmer dieser Expertenrunde kamen aus den Bereichen der Rechenzentrums-Betreiber und -Planer sowie Server- und Softwarehersteller als auch aus der Forschung und Lehre und haben ihr Wissenvorgetragen und diskutiert.

Die Ergebnisse dieses Workshops sind zwischenzeitlich in das vorliegende Whitepaper eingeflossen, welches von den beiden Autoren Ulrich Terrahe sowie MarcWilkens, Leiter der eco Kompetenzgruppe Nachhaltiges IT-Management, anlässlich dieses Meetings vorgestellt wurde.

Das Whitepaper richtet sich an Planer, Errichter und Bauherren von Rechenzentren und Serverräumen des Mittelstandes, der Industrie sowie der Banken- und Versicherungsbranche, welche dieRechenzentren für die Abwicklung ihres klassischen Geschäftes betreiben.

Bislang standen nur wenige Informationen zur Verfügung, die den Verantwortlichen für einen RZ-Neu- oder -Umbau produkt- und lösungsneutral Hilfestellungen gaben, um die Risikeneiner Falschdimensionierung zu vermindern.

Die Ergebnisse des Whitepaper dienen nun als erste grobe Orientierung, um die richtigen Leistungswerte für das IKT-Equipment eines Rechenzentrums zu erhalten.

Wilkens und Terrahe gingen aus diesem Grunde in ihrer ergänzenden Präsentation zum Whitepaper auf aktuelle Kosten für den RZ-Betrieb ein undklassifizierten Server-Komponenten nach Effizienz-Kriterien. Folglich lautete einer ihrer Kernaussagen zum Thema IT-Sizing der Leistungsbedarf und das prognostizierte Wachstum begründe sichin erster Linie aus den Anwendungen, welche im Rechenzentrum betrieben werden.



Den fachlichen Teil des Kompetenzgruppen-Meetings beendete Alexander Hauser, Geschäftsführer der eCube Computing GmbH, mit seinem Vortrag über das“Rechenzentrum im Spannungsfeld“. Hauser fokussierte sich auf strategisch-politische Entscheidungs-Kriterien bei der Wahl von Rechenzentren.

Im Anschluss bestand für die anwesenden RZ-Experten noch die exklusive Gelegenheit zur Besichtigung des Hochleistungs-Rechenzentrum “Mini-Cube” sowie weitererContainer-Rechenzentren.

Dr. Walter Schön von der GSI führte die Teilnehmer über das Forschungs-Gelände. Das Mini-Cube-Konzept sieht vor, dass verbaute Server-Schränkevollständig mit Wasser gekühlt werden, so dass praktisch keine Wärme mehr in die Raumluft gelangt.

Im Dezember 2011 hat eco’s Datacenter Expert Group bereits das amSupercomputer LOEWE-CSC der Goethe-Universität Frankfurt erprobte Konzept vorgestellt.

Da keine zusätzlichen Ventilatoren benötigt werden, beschränkt sich der Energieverbrauch für die Kühlung auf lediglich fünf Prozent zusätzlich zum Strombedarfdes Computers.

Der Informations-Nachmittag endete mit einer Abschluss-Keynote von Peter Hassenbach, Geschäftsführer der GSI. Hassenbach zeigte die “Perspektiven der GSI inder internationalen Forschung” auf. Nach dem Vortrag bestand für die RZ- und IT-Experten beim get-together nochmals die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Informationsaustausch.

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